Generationen-Mix

Wie verschiedene Generationen zusammenarbeiten können

26.08.2020 | 5 Minuten Lesedauer


Heutzutage ist es normal, dass man in einem Team zusammenarbeitet, in dem die Mitarbeiter zu unterschiedlichen Generationen gehören. Jede für sich hat Erwartungen, die nicht immer übereinstimmen und auch Bedürfnisse und Anforderungen die sich zum Teil erheblich unterscheiden.

Auch wir in der KLINIK BAVARIA Kreischa|Zscheckwitz haben in vielen Bereichen verschiedenen Generationen in unseren Teams. Das ist nicht immer ganz so einfach. Digital Natives, die lange vor ihrem Job ein Facebook-Profil hatten, arbeiten hier mit erfahrenen Kollegen zusammen, die revolutionäre Technologien wie Faxgeräte und Disketten noch live erlebt haben.

Die unterschiedlichen Erwartungshaltungen und Bedürfnisse zu kennen ist für Unternehmen die Grundlage, eine Vorstellung dafür zu entwickeln, wie sie im Unternehmen aufeinander wirken. Dies ist der erste Schritt, um auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter einzugehen und jede Generation dabei zu unterstützen, ihr volles Potenzial auszuschöpfen.

Insgesamt lassen sich die Generationen wie folgt einteilen: 

"KOMM WIR Zeigen uns gegenseitig, wie schön das leben sein kann!"

Baby Boomers (1946-1964)

Bei der Generation der Babyboomer handelt es sich um die geburtenstarken Jahrgänge nach dem zweiten Weltkrieg. Sie sind die erste Generation, die Arbeit über ihr Privatleben stellen. Baby Boomers sind Teamplayer, die sich langfristige Ziele setzen. Die meisten bevorzugen einen menschlichen Ansatz über einen Technischen. Deshalb besprechen sie Dinge lieber face-to-face anstelle von E Mails oder SMS. Sie sind wettbewerbsfähig und optimistisch, haben die 60-Stunden Woche erfunden u. a. den Begriff „Workaholic“ geprägt. 


Generation X (1965-1980)

Für die sogenannte Generation X ist das berufliche Vorankommen das wichtigste Ziel bei der Suche nach einem Job. So wird diese Generation der heute 40- bis 55-Jährigen laut Befragung auch als ambitioniert, individualistisch und ehrgeizig charakterisiert. Die Mitglieder der Generation X sind gut ausgebildet und arbeiten, um sich ein materiell abgesichertes Leben leisten zu können. Im Gegensatz zu ihrer Vorgänger-Generation stellt die Generation X die Arbeit nicht vor andere Bedürfnisse, sondern betrachtet diese eher als Mittel zum Zweck.


Generation Y - Millennials (1981-1995)

Für die Millennials soll die Arbeit vor allem Sinn machen und Abwechslung bieten. Sie legen dabei sehr viel Wert auf Selbstverwirklichung, sind jedoch ebenso ein geübter Teamplayer, der sich nicht nur offline, sondern auch in der virtuellen Welt durch eine exzellente Vernetzung auszeichnet. Mit dem technologischen Fortschritt und der Verbesserung der schulischen Ausbildungsprogramme in den 90ern, ist diese Generation am gebildetsten von allen Arbeitern bisher. Sie sind die ersten Digital Natives, die also in der Kindheit von den technologischen Medien sozialisiert wurden. Arbeit und Privatleben werden nicht mehr streng geteilt, sondern ergänzen sich und verschmelzen zunehmend. Dennoch legt die Generation Y viel Wert auf Freiraum für Privates. Private Angelegenheiten sollten auch während der Arbeitszeit geregelt werden können, gleichzeitig ist man jedoch auch bereit, bei Bedarf in der Freizeit zu arbeiten. Generation Y ist belastbarer, wenn es um beständige und schnelle Veränderungen geht und sie erwarten sowohl Anerkennung als auch Respekt bei ihrer Arbeit.


Generation Z (1996 -2010)

Die Generation Z ist die Generation, die komplett mit digitalen Technologien aufgewachsen ist: Internet und Smartphone gehören zu ihrem Leben selbstverständlich dazu – auf der Arbeit wie im Privatleben. Anders als die Generationen Y differenziert sie wieder mehr zwischen Arbeit und Privatleben. Selbstverwirklichung wird nicht mehr nur in der Arbeit gesucht, sondern vor allem in der Freizeit und in sozialen Kontakten, ob virtuell und real. Das spiegelt sich auch in den Werten der Generation Z wider: Sie haben einen großen Wunsch nach freier Entfaltung, sind sich aber auch ihrer unsicheren Zukunft bewusst. Sie achten sehr auf ihr Geld und wollen die Welt zu einem besseren Ort machen. Zusammengefasst ist diese technisch begabte Generation globaler als die vorherigen Generationen.


Was also sollten wir beachten, wenn es heißt sein Team zusammen zu schweißen? 

Für Unternehmen kann es hier sinnvoll sein, auf Mentoring-Programme zu setzten. Ein effektives Instrument für den Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen Mitarbeitern. Egal ob Jung von Alt lernt oder umgekehrt: von Mentoring profitieren alle Generationen. Erfahrene Mitarbeiter (Mentoren) geben ihr Wissen und ihre Erfahrungen an unerfahrenere Mitarbeiter weiter. Außerdem können so schnellere verantwortungsvolle und abwechslungsreiche Aufgaben an die neuen Generationen übertragen werden.

Gerade bei uns in der Pflege machen wir die Erfahrung, dass in schwierigen oder auch neuen Situation wie bspw. Not- oder Sterbefällen, die jüngeren Kollegen gern die Anleitung annehmen und von der Erfahrung im sicheren Umgang profitieren. 

Wogegen im Verwaltungs- oder Technikbereich der Kliniken die Generationen X, Y und Z im Vormarsch ist. Sei es die Neuerung im Programm die die bisherige Arbeit erleichtert oder die Aufgabenverteilung nach Stärken.  

Wichtig ist auch eine gute Kommunikations- und Feedback-Kultur zu etablieren. Stimmt das Selbstbild der eigenen Leistung mit dem des Chefs überein? Und was denken die Kollegen? Förderung eines offenen regelmäßigen Austauschs zwischen Mitarbeitern und auch Vorgesetzten. So lernt man konstruktives Feedback zu äußern und anzunehmen. Meinungen oder Standpunkte zu äußern kann zwar zu Konflikten führen, trotzdem können diese neue und innovative Ideen schaffen.
Gerade bei den Babyboomer und der Generation X ist es hier auch nötig bei anstehenden Veränderungen frühzeitig alle Mitarbeiter einzubeziehen.

Fakt ist: Die genannten Generationen treffen mit ihren unterschiedlichen Werten und Lebenseinstellungen gerade im Arbeitsalltag immer mehr aufeinander. Das stellt Unternehmen vor besondere Herausforderungen, kann jedoch auch eine große Chance bedeuten.

Daher haben wir auch In unserem hauseigenen Trainingsprogramm „TrainWeekx Leadership“ diesem wichtigen Thema einen Platz eingeräumt und wollen somit unsere Unternehmenskommunikation weiter stärken.

Zukunftsmusik - Generation Alpha (2011 - 2025)

Generation Alpha ist in einer Welt geboren, in der man permanent mit dem Internet und den mobilen Technologien in Verbindung steht. Grenzen zwischen Menschen und Technologien verschwimmen immer mehr in dieser Generation. Sie müssen einen hohen Preis dafür zahlen, dass sie im ständigen Kontakt mit den Social Media Kanälen stehen. Deshalb sind sie die Generation, die am meisten isoliert ist. Kurz gesagt ist Generation Alpha zu beschäftigt mit Social Media und damit weniger sozial, als die anderen Generationen.


Geschrieben von Kristin Knoll – Mitarbeiterin Marketing